Podcast „#hockdiher“

Podcast "hockdiher" von Holger Klein im Auftrag der by.TM

Podcast „#hockdiher“ von Holger Klein im Auftrag der by.TM

Auf den Podcast „hockdiher“ von Holger Klein alias @holgi wurde ich bereits im April aufmerksam. Susanne alias Loosy, zum Kreis der Ironblogger Berlin gehörig, welchem ich seit 2013 ebenfalls angehöre, hatte in ihrem Blog „loosy says“ eine Folge aus diesem Podcast erwähnt. Ich war sofort hellauf von diesem Podcast begeistert. Nicht nur, dass ich Holgi, den ich auch mal bei einem Ironblogger-Stammtisch persönlich kennenlernen durfte, und seinen Plauderstil sehr mag. Nein, er ist selbst auch bekenndender Craft-Bier-Fan.

Bayern: Traditionell anders

Der Podcast „hockdiher“ (kurz für „Hock dich her!“) ist eine Auftragsproduktion der BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH (by.TM). Diese GmbH hat anscheinend die Zeichen der Zeit erkannt und präsentiert im Rahmen der Seite TRADITIONELL ANDERS verschiedene Facetten des Bayerischen Brauchtums in einem ansprechend modernen Rahmen. Dazu gehören u. a. einige schön gestaltete Blogartikel und eben der Podcast „hockdiher“.

Schwester Doris Engelhard

Bisher sind 6 Folgen des Podcasts erschienen. Zwei davon drehen sich um das Thema Bier. Die erste, „Schwester Doris – Braumeisterin“, befasst sich mit Leben und Arbeit der Franziskanerin Schwester Doris Engelhard, die im Kloster Mallersdorf seit 1966 die Brauerei betreibt. Durch Holgis einfühlsame Fragen entstehen interessante Einblicke in das Leben der Ordensfrau, ihre Auffassung von Glauben, ihre Ansichten über Bier und nicht zuletzt auch ihr Verhältnis zum Thema Craft-Bier.

Crew Republic

Die zweite dreht sich ganz um das Thema Craft-Bier: „Crew Republic Craft Beer“ sind eindreiviertel Stunden Plauderei mit den beiden Gründern von Crew Republic, Mario Hanel und Timm Schnigula, und Stephan Barth von der Firma Joh. Barth & Sohn, einem Betrieb, der auf Hopfenanbau und -vertrieb spezialisiert ist. Für jeden Craft-Bier-Fan ist diese Podcast-Folge ein Muss!

Weitere empfehlenswerte Seiten innerhalb der Website „Traditionell anders“:

» hockdiher Website
» hockdiher bei SoundCloud
» hockdiher bei iTunes

Verkostung Sud #004 Dark Citra Ale

Verkostung Sud #004 Dark Citra Ale

Verkostung Sud #004 Dark Citra Ale

Bereits am 3. Mai habe ich diesen Sud abgefüllt (siehe Bericht), Anfang Juni war er schon gut trinkbar, inzwischen sind nur noch wenige Flaschen übrig. Höchste Zeit also für einen Verkostungsbericht!

Die Farbe ist ein sattes, sehr dunkles Braun, dementsprechend ist der Schaum auch angenehm bräunlich. Die Konsistenz se Schaums ist überwiegend feinporig. Das Bier neigt jedoch zu starker Schaumbildung, vor allem wenn es etwas wärmer ist. Die Haltbarkeit des Schaumes ist überraschend lange. Die Investition in eine Induktionskochplatte fürs Hopfenkochen hat sich also diesbezüglich auf jeden Fall gelohnt, die Haferflocken tun ihr Übriges dazu. Auch die Karbonisierung ist wieder gelungen. Beim Öffnen der Bügeflasche ist ein sattes „Plopp“ zu vernehmen, das Bier ist durch die Kohlensäure schön spritzig.

In der Nase dominieren die Aromen des Citra-Hopfens. Angenehme Zitrusaromen und Aromen anderer exotischer Früchte schmeicheln die Rezeptoren. Auch im Geschmack dominieren die Hopfenaromen, unterstützt durch eine leichte Säure. Von der Optik her lässt die dunkle Farbe einen schönen Malzkörper erwarten, das täuscht jedoch. Das Bier hat so gut wie keine Restsüße und kommt sehr schlank daher, eigentlich ideal für heiße Tage, da der Alkoholgehalt ja auch bei lediglich 4,1 Vol. % liegt. Im Abgang ist dann noch eine deutliche Hopfenbittere wahrnehmbar, für meinen Geschmack zu kräftig. Das liegt aber natürlich daran, dass die Hopfengabe für ein kräftigeres Bier mit einem stärkeren Malzkörper vorgesehen war.

Mein Fazit: Dieser „Unfall“ hatte dann doch ein sehr angenehmes Ergebnis. Lehrreich war der Prozess allemal, aber wegkippen musste ich auch nichts davon. Auf zu Sud #005!

Gedanken zum Thema Preiskampf

Brooklyn Lager in der Longneck-Flasche

Brooklyn Lager in der Longneck-Flasche vetrieben durch Carlsberg

Seit Januar hat die Carlsberg Gruppe den Vertrieb in Deutschland für Brauerzeugnisse der Brooklyn Brewery übernommen. Brooklyn Lager und East IPA sind mittlerweile in einigen Supermärkten verfügbar. Der Preis pro Flasche ist dadurch erheblich günstiger geworden als letztes Jahr, als der Vertrieb noch bei Braufactum (Radeberger Gruppe) lag. Mittlerweilse ist das Brooklyn Lager für 1,59 € pro Einzelflasche bzw. 1,50 €, wenn man ein 4er-Tragerl für 5,99 € kauft, erhältlich.

Der Preis wird dadurch ermöglicht, dass das Bier erst in Europa abgefüllt wird, wie an der Standard-Longneck-Flasche zu sehen ist. Geplant ist es, das Bier in naher Zukunft in Skandinavien zu brauen. Einen ähnlichen Weg geht auch die Stone Brewery mit ihrer Dependance in Berlin-Mariendorf. Weiterlesen →

  • Veröffentlicht in: Markt

Ein Jahr …

… ist dieses Blog nun auch schon wieder alt. In dieser Zeit habe ich es dann doch auf immerhin 22 Artikel gebracht. Außerdem konnte ich in diesem Jahr 4 verschiedene Biere brauen. Mögen aus beiden Gattungen noch viele Exemplare folgen …

Ach, ja: Leider habe ich im Moment wenig Zeit, sonst würde ich heute zur Feier des Tages vielleicht folgenden Kuchen backen: Orangen Craft Beer Schoko Brownie Kuchen aus dem Feuertopf

  • Veröffentlicht in: Blog

Aggregatzustände von Bier

ADNAMS Beer Chutney & Orange Marmalade

ADNAMS Beer Chutney & Orange Marmalade

Kurz vor dem Reinheitsgebots-Jubiläum geisterten auf mehreren Onlinemedien Artikel bzw. Interviews mit dem Titel „Muss Bier flüssig sein?“ durchs Netz (vgl. z. B. nt-v.de oder Bayerische Staatszeitung). Ausgangspunkt dieser Titelfrage war ein Interview mit Johannes Tippmann und Thomas Becker, beide Professoren an der TU München im Studiengang Brau- und Getränketechnologie, der in Weihenstephan beheimatet ist. Die beiden Herren berichten über den Stand der Forschung in Sachen „Instant-Bier“: Dies sei praktisch bereits möglich, allerdings noch mit zu starken Einbußen beim Aroma.
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500 Jahre „Reinheitsgebot“ – ein Grund zum Feiern?

Heute genau vor 500 Jahren wurde jene Landesordnung in Ingolstadt erlassen, in der ein Abschnitt Regelungen zum Thema Bier enthält, der (wie oben abgebildet) wie folgt überschrieben ist:

Wie das pier summer und wintter auffm lannd sol geschennckt geprawen werden

Wie im oben abgebildeten Ausschnit noch zu lesen ist, werden zunächst einmal die Endverbraucher-Preise geregelt:

Item wir ordnen, setzen und wollen mit Rathe unnser Lanndtschaft das füran allenthalben in dem Fürstenthumb Bayrn auff dem Lande auch in unsern Stettn vie Märckthen da desáhalb hieuor kain sonndere ordnung gilt von Michaelis bis auff Georij ain mass oder kopffpiers über einen pfennig müncher werung un von Sant Jorgentag biß auf Michaelis die mass über zwen pfennig derselben werung und derenden der kopff ist über drey haller bey nachgeferter Pene nicht gegeben noch außgeschenckht sol werden.

Aber keine Sorge, dies soll nicht der gefühlt dreimillionste Grundsatzartikel zum Thema „Reinheitsgebot“ werden. Dafür existieren einfach schon viel zu viele Beiträge zu diesem Thema, deren Zahl in den letzten Wochen auch noch sprunghaft angestiegen ist. Ich will vielmehr aus der Flut der Artikel ein paar herausgreifen und versuchen, sie etwas einordnen. Weiterlesen →

Mal wieder fast wie Weihnachten …

Hopfenstopfer,gemischtes Paket

Hopfenstopfer, gemischtes Paket: 18 Flaschen, 4 Sorten

Vor knapp 10 Monaten habe ich mir zum ersten Mal ein Craftbier-Paket direkt von einer Brauerei bestellt, damals von Crew Republic. Diese Woche traf nun die zweite Bestellung dieser Art bei mir ein, diesmal von Hopfenstopfer.

Hopfenstopfer braucht man der kundigen Craft-Bier-Gemeinde eigentlich nicht mehr vorszustellen, deshalb hier nur das Wichtigste in Kürze: Hopfenstopfer ist gewissermaßen die Craft-Bier-Abteilung der Brauerei „Häffner Bräu“ in Bad Rappenau. Thomas Wachno, der dort Brauer und Mälter gelernt hatte, fing irgendwann an, mit Hopfenstopfen (Kalthopfung) zu experimentieren. 2010 merkte er, dass er damit auch kommerziellen Erfolg haben könnte, gründete das Label „Hopfenstopfer“ und avancierte schnell zu einem der bekanntesten Craft-Bier-Brauer Deutschlands. Die Geschichte in einer längeren Fassung ist nachzulesen bei den Hopfenhelden. Weiterlesen →